Externer Zugriff auf die Datenbank

Einsatz von AvERP mit Linux als Server- und/oder Anwendungs-OS

Moderator: SYNERPY

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eugen
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Externer Zugriff auf die Datenbank

Beitrag von eugen » Fr Dez 07, 2007 1:03 pm

Hallo,

wäre es möglich auf die Firebird Datenbank von extern zuzugreifen indem ich in der AvERPCONNECT.CFG die ip des Linux Servers auf dem die Firebird Datenbank läuft angebe? wenn ja, gebe es Argumente warum man das nicht machen sollte?

Die Datensicherheit würde dann durch VPN gesichert.

MfG
Eugen

Zaunteam
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Beitrag von Zaunteam » Fr Dez 07, 2007 2:26 pm

Hallo eugen,

habe dies gerade gestern ausprobiert:

Der Vergleich:
Maskenaufruf BAUF über das
- Remote-System, dh. mit Client auf Server zugreifen: 6s
- AvERP lokal und Remote Zugriff auf DB über DSL 20'000: 36s

Suchkriterien bestätigen in BAUF:
- Remote: 2s
- lokal-Remote DB: 5s

Ich glaube der Fall ist klar :shock:

miboe
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Beitrag von miboe » Sa Dez 08, 2007 9:40 am

Hallo,

eine solche Konstellation kann an einem Business DSL Anschluß funktionieren, wenn es sich um einen S-DSL handelt. Da sind dann Download und Upload gleich schnell.

Bei einem handeslüblichen ADSL Anschluß mit seinen lächerlichen 256kBit Upload kann man das gepflegt vergessen. Hier geht eigentlich nur eine Lösung mit Terminalserver gescheiht, weil da dann Dinge wie Datenkompression und die Tatsache, daß ja "nur" der Desktop, nicht aber die ganzen Daten über die Leitung laufen die Sache erträglich macht. Und wirklich gut klappt das auch nur mit einer sehr begrenzten einstelligen Anzahl User :(

Was mich mal Interessieren würde: Hat schon jemand Erfahrungen mit Averp auf einem gehosteten Server gemacht was Performance, Sicherheit und sowas anbelangt? Die Datenbank samt Firebird müßte man Serverseitig ja ohne Probleme auf einem Root-Server mit Linux ans laufen bringen.

Gruß
Michael
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jo
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Beitrag von jo » So Dez 09, 2007 6:50 pm

.....
Zuletzt geändert von jo am Di Mai 04, 2010 10:53 pm, insgesamt 1-mal geändert.

miboe
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Beitrag von miboe » So Dez 09, 2007 7:15 pm

Müßte, scheint ja quasi ein VPN mit Datenkomprimierung zu sein. Eine guten VPN-Hardware macht das auch, aber die kostet leider auch gutes Geld. Trotzdem sind am ADSL die Upload-Kapazitäten für sowas mehr als nur knapp.

Ich erinnere mich, daß es hier schonmal einen Thread zum ZeeBeDee gab, und ich glaube da war die Rede von fürchterlich kompliziert und evtl. sogar Kompatibiliätsproblemen. Einfach mal die Forumsuche benutzen.

Gruß
Michael
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Gast

Beitrag von Gast » Mo Dez 10, 2007 8:36 am

ohne Erfahrung zu haben, geb ich Miboe einfacht mal recht. Die Installation auf nem angemieteten Root-Server dürfte ohne weiteres klappen denke ich auch und wenn nicht, ist einem der Support des Hosters doch mit Sicherheit behilflich, denn die Installation ist ja wirklich einfach. Da könnte es höchstens Probs bei mit den Rechten bei der Installation geben. Aber Root-Server als Begriff liegt ja nicht weit entfernt von "root" :wink: :wink:

Wegen der Leitungskapazität: Der Rootserver sollte eigentlich genug Performance im Upload bieten, wird ja nicht umsonst immer mit min. 100mbit Backbone geworben (auch wenn das sicher shared ist).
Büroseitig (oder eben die Aussenstelle) sollte auf jeden Fall auch ein breiter Upload vorhanden sein. Ich bin aber mal der Meinung, dass die Datenmengen geringer wären, wenn man keinen Remotedesktop darstellt, sondern nur direkt zu dem Firebird-Server, also nur die Datenbank, verbindet. Im Grunde sind es auf Büroseite ja nur SQL-Kommandos. und die passen ja sicher über den 1-Mbit Upload bei DSL16000. Ich hab grad mal unsern Server hier lokal ne zeitlang beobachtet, da kamen pro Sekunde nicht mehr als einmal eine Spitze von 200kbit rein (okay... wie genau die Ergebnisse nun sind lässt sich sicher anzweifeln, war ein schneller Blick mit iptraf bei ca. 40 angemeldeten Benutzern, von denen ja nicht jeder ständig nur Daten eingibt), aber so groß dürften die Datenmengen da ja nicht sein.
Trotz allem dürfte die Performance alles andere als Überzeugend sein, wenn das über DSL realisiert wird, vorallem wenn auch noch Fastpath deaktiviert ist dürfte das einiges zu den spürbaren Verzögerungen beitragen.

Oder hat jemand schon genauere Erfahrungen was die Datenmengen bzw. die reine Verbindung zur Datenbank ohne Remote-Desktop angeht?
Gerade der Vergleich der Datenmengen zwischen Remote-Desktop und der reinen Datenbankverbindung würde mich mal interessieren. Letzteres müsste eigentlich um einiges geringer sein :?: :!:

miboe
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Beitrag von miboe » Mo Dez 10, 2007 10:51 am

Rein rechnerisch müßte die reine Datenbank-Anbindung im serverseitigen Upload (also ZUM User hin) im Durchschnitt besser sein. Ausnahme sind die User, die erst mal in allen erdenklichen Masken alle Datensätze suchen lassen. Also z.B. alle 60.000 Materialpositionen der Arbeitsstammpläne oder so.

Wie ich schon beschrieben hatte: der ganze Knackpunkt liegt in der Bandbreite des Uploads am Server. Und der ist an einem (A)DSL Anschluß einfach nur sauschlecht. Deine Ausführungen zum RootServer müßten stimmen. Wenn die Mindestlaufzeiten der Verträge nicht so lang wären, würde ich mir den Spaß mal machen, das zu testen. Die 50-100,- Euro wäre mir das wert. Averp auf Linux-Server habe ich auch schon das ein- oder andere mal ans Laufen gebracht und im Zweifelsfall wüßte ich ja, wo ich Dich finde ...

Das dürfte vor allem für kleine Firmen, die sich ja auch um so "Kleinigkeiten" wie Datensicherung, Backup, Netzwerksicherheit etc. keine Gedanken machen eine exzellente Lösung sein. Und vielleicht sogar eine Dienstleistung, die für Synerpy interessant sein könnte :)

Gruß
Michael
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Gast

Beitrag von Gast » Mo Dez 10, 2007 11:06 am

als Dienstleistung dann vllt. in dem Sinne, dass Synerpy, oder ein Partner als Zwischenhändlicher für Speicherplatz auf einem Shared,- oder Rootserver fungiert, die Installation dort aufsetz und zur Verfügung stellt.
Aber ob sich das dann rechnet? Denn wer als Firma mit dem Gedanken spielt wirklich das ganze über einen Root-Server zu realisieren, anstatt den Server im Hause zu haben, könnte doch auch die Summe auf einen Schlag investieren und den Server im Hause haben.
100€ * 12 Monate * 5 Jahre Laufzeit (einfach mal eine geringe Laufzeit für einen Server ohne Upgrade ausgedacht) sind 6000€ und das ist um einiges mehr als kleine Firmen für einen lokalen Server investieren müssten.
Da müsste man als Anbieter dann mit dem Argument kommen, dass man als Kunde nichts mit der Wartung und Updates an der Datenbank großartig zu tun hätte, da der Servicepartner dass direkt auf dem Rootserver erledigen könnte. Wobei dann wiederum die Vertrauensbasis zwischen dem Servicepartner und dem Kunden vorhanden sein müsste, da ja beide voll auf die Datenbank zugreifen könnten.
Aber interessant wäre es für kleine Firmen bestimmt, vorallem für die, die sich nicht um die eigene IT großartig kümmern möchten und auch keine spezielle Abteilung dafür haben, sondern sich so gut es geht durch gefrickel untereinander helfen (ich denke da jetzt an wirklich kleine Betriebe).
Und wenn wir von kleinen Betrieben sprechen, muss es auch nicht unbedingt ein Root-Server sein, sondern dann reicht vllt. auch schon ein Shared-Server, oder aber der Servicepartner mietet auf seine Kosten den Rootserver an und lässt darauf mehrere Datenbanken seiner "Kunden" laufen, auch denkbar.
Aber mit ein paar "Marketing-Rechenbeispielen" ließe sich sicher das ein oder andere Angebot erstellen :wink:

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Beitrag von admin » Mi Dez 12, 2007 1:42 pm

Angedacht war das unsererseits schon von sieben Jahren zur Firmengründung. Wir hatten auch über einen Zeitraum von zwei Jahren einen Citrix-Dienst angeboten, kostenlos zum Testen (das ist nicht das, was hier gefragt ist, aber vom Prinzip her vergleichbar, sprich Datenbank sitzt extern). Resonanz = 0. Nicht eine Testanmeldung in zwei Jahren.

Wir warten, wie sich der Markt entwickelt. Hardwareseitig und softwareseitig, denn unter FB2.5 wird der Netzwerkverkehr nochmals deutlich eingeschränkt werden, so dass die Verbindung über normale ADSL-Leitungen vielleicht auch schon wieder etwas besser wird...

denis robel
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Beitrag von denis robel » Mo Jan 14, 2008 2:46 pm

Hallo,

ich kann von der Lösung Datenbankzugriff via VPN nur abraten, weil die Bandbreite einer normalen Verbindung nie und nimmer ausreichen wird - Es sei denn man sitzt direkt auf dem Barebone des Providers ;-).

Die Bandbreite des Internetanschlusses muss man sich ja außerdem noch mit den restlichen Nutzern/Diensten der Firma teilen ...

Die Datensicherheit ist dann ebenfalls noch in Frage zu stellen....

Ein Terminalserver ist schon die richtige Lösung für den Fernzugriff und via UMTS-Karten für nen Laptop und ne Datenflatrate auch erschwinglicher als ne superdicke Internetverbindung.

Der NX-Server funktioniert übrigens auch noch mit ner Bandbreite von ISDN sehr gut...


Schöne Grüße aus Leipzig

Denis
Schöne Grüße aus Leipzig

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